Erläuterung zur Nachhilfe

Seit 2011 werden für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene neben ihrem monatlichen Regelbedarf Leistungen für Bildung und Teilhabe berücksichtigt.

Hierzu zählt auch eine zusätzliche außerschulische Nachhilfe/Lernförderung.

  • Wer kann diese Leistungen beantragen?

    Schülerinnen und Schüler, die

    • eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen,
    • keine Ausbildungsvergütung erhalten,
    • jünger als 25 Jahre sind,
    • Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II), Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII), Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten.
  • Was ist außerschulische Nachhilfe/Lernförderung?

    Manchmal haben Schülerinnen und Schüler Schwierigkeiten, die Lerninhalte in einem Fach zu begreifen und schon ist die Note in der Klassenarbeit entsprechend schlecht ausgefallen. Besteht die Leistungsschwäche weiterhin, ist es denkbar, dass auch bald die Zeugnisnote nicht mehr ausreichend ist. Das muss nicht sein, denn es gibt die Möglichkeit, die Kostenübernahme für eine Nachhilfe zu beantragen, um an der Lernschwäche aktiv und mit geeigneter Unterstützung zu arbeiten.

    Voraussetzung ist, dass die Schule den Förderbedarf bestätigt, eine Nachhilfe empfiehlt und keine vergleichbaren schulischen Angebote bestehen oder diese nicht ausreichen.

    Förderfähig ist der Nachhilfeunterricht in zwei Fächern für jeweils zwei Stunden pro Woche für eine Dauer bis zur nächsten Zeugnisausgabe.

  • Wie funktioniert das?

    Spätestens, wenn die Note im Zeugnis unerfreulich ausgefallen ist (4, 5 oder 6), sollte ein Antrag auf Kostenübernahme für eine Nachhilfe gestellt werden. Dazu nehmen Sie aus dem Scheckheft „Komm – Mach mit“ einfach das Formular MACH MIT : : Nachhilfe & Durchblick : : und füllen die Vorderseite des Antrags aus. Die Rückseite des Antrags lassen Sie bitte von der Schule ausfüllen. Denn mit dem Antrag ist auch die Einschätzung der Lehrkraft/Schule erforderlich. Auf der Basis dieser Bewertung entscheidet die Sachbearbeitung in der Grundsicherung über die Gewährung der Leistung. Sollte bereits ein Vertragsentwurf einer geeigneten Nachhilfelehrkraft oder eines Lernhilfeinstituts vorliegen, wird dieser schon bei der Bewilligung berücksichtigt und die Unterstützung kann beginnen. Haben die Eltern noch keine geeignete Fördermöglichkeit gefunden, kann die Entscheidung auch nach Erhalt des Bescheides fallen. Der Vertrag wird nachgereicht.

    Angemessene Kosten für einen geeigneten und erforderlichen Nachhilfeunterricht werden von der Pro Arbeit übernommen. Die Zahlung erfolgt direkt an den Leistungsanbieter.

    Sollte die Lernschwäche nicht innerhalb eines Bewilligungsabschnittes behoben sein, ist ein erneuter Antrag erforderlich.

  • Wann kann keine Nachhilfe/Lernförderung bewilligt werden?
    • Wenn die Schule die Notwendigkeit nicht bestätigt oder der Leistungsstand besser als ausreichend ist,
    • wenn die Leistungsschwäche auf unentschuldigte Fehltage oder anhaltendes Fehlverhalten der Schülerin oder des Schülers zurückzuführen ist,
    • wenn ausschließlich eine bessere Schulartenempfehlung erreicht werden soll.

Hinweise zum Ausfüllen der Anträge KOMM – MACH MIT
Ein Anspruch auf Kostenübernahme besteht ab Beginn des Monats, in dem der Antrag gestellt wird. Es können Anträge für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gestellt werden, wenn sie unter 25 Jahre alt sind, zur Schule gehen und keine Ausbildungsvergütung erhalten. Auch für Kinder, die einen Kindergarten besuchen, können Anträge gestellt werden. Weitere Hinweise finden Sie auf den Antragsformularen.

Wichtige Hinweise zum Datenschutz
Ihre Angaben werden gemäß der gesetzlichen Vorschriften erhoben (§§ 60 bis 65 Erstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB I) und der §§ 67 a, b, c Zehntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB X)). Ihre Angaben werden vertraulich behandelt (Sozialgeheimnis).